Newsletter September

September 17, 2020

Ananda Yoga
Liebe Yogi(ni)s,

für die Meisten ist nun die Urlaubszeit vorüber und die Kurse füllen sich wieder.
Da uns das Thema Corona ja noch längere Zeit begleiten wird, müssen entsprechend leider auch die Kurse bis auf Weiteres in der Teilnehmerzahl eingeschränkt bleiben. Also nehmt beim Eintragen in den Kursplan weiterhin Rücksicht aufeinander, damit jede/r regelmäßig einen Kursplatz findet. Danke an euch alle, dass das bisher so gut klappt!

Sammeleinkauf

Immer wieder werde ich gefragt, wo man am besten Matten und anderes Yoga-Material kaufen kann. Ich empfehle dann gern yogishop.com, weil es hier das größte mir bekannte Sortiment gibt. Als Yogalehrer erhalte ich dort 10% Rabatt. Und diesen Rabatt möchte ich gern an euch weitergeben, in dem ich eine Sammelbestellung für alle Interessierten aufgebe. Wer also aktuell etwas benötigt, sei es eine Matte, Yogakleidung, Blöcke, Trinkflasche oder was auch immer, schreibt mir in einer Mail einfach die gewünschten Artikel auf:
Name des Artikels, Artikelnummer, Anzahl und Preis
Ich sammle eure Bestellungen bis zum 25. September und gebe sie dann weiter. Die Bezahlung erfolgt dann bei mir, natürlich abzüglich der 10%.

10er Karte und Kursgebühr

Nachdem ich viele Jahre die Kursgebühren stabil halten konnte, muss ich nun leider doch eine Erhöhung vornehmen – Corona hat den letzten Ausschlag gegeben. Ab dem 1. Januar 2021 steigt der Preis für die 10er Karte auf 100 Euro. Die Einzelteilnahme ohne Karte kostet dann 11 Euro. Ich hoffe sehr auf euer Verständnis.
Auch bei der Gültigkeit gibt es Änderungen: bisher ist nach 6 Monaten ab Kauf ein Feld verfallen und die 10er Karte wurde dadurch zur 9er Karte. Diese Regelung fällt weg. Die Karten gelten künftig generell 12 Monate ab Kauf (bisher 24 Monate) ohne Einschränkung.

Auslastung der Kurse und Warteliste

Vorab: für die Meisten von euch ist der folgende Abschnitt gar nicht relevant, da ihr regelmäßig kommt 🙂

Da alle Kurse „eigentlich“ voll sind, führe ich seit langem eine Warteliste für Interessenten, die gerne auch zu einem Kurs kommen möchten. Das Problem ist das „eigentlich“. Leider kommen einige Teilehmer über Wochen und Monate gar nicht, um sich dann irgendwann doch wieder zurück zu melden. Und die ganze Zeit halte ich den Kursplatz frei. Doch so funktioniert das offene Kurssystem einfach nicht. Es kann nicht sein, dass Kurse halb leer sind oder immer wieder mal ganz ausfallen wegen zu geringer Teilnahme und gleichzeitg Andere auf einen Kursplatz warten. Und natürlich ist das auch wirtschaftlich ein Problem. Deswegen muss hier eine Änderung her:

Künftig wird jemand, der länger als 2 Monate kkeinen Kurs besucht hat, seinen Platz erstmal verlieren, darf sich aber selbstverständlich auch wieder in die Warteliste aufnehmen lassen. Natürlich gilt diese Regelung nicht, wenn jemand krankheitsbedingt oder aus anderen wichtigen Gründen nicht teilnehmen kann – dann bitte einfach mit mir absprechen!

Die andere Möglichkeit, dieses Problem zu lösen, wäre, nur noch feste Kurse anzubieten, die als Ganzes bezahlt werden. So wird das in den meisten Studios gehandhabt, weil es einfacher zu organisieren ist und wirtschaftlich sicherer ist für das Studio. Aber ich möchte weiter das offene Kurssystem beibehalten, das euch die flexible Teilnahme ermöglicht.

Kursreihe „Selbsthilfe bei Schmerzen am Bewegungsapparat“

Coronabedingt kann diese Kursreihe leider weiterhin nicht starten.

Hauptsache gesund!

Diese Themenreihe, die ich mit dem Februar-Newsletter gestartet habe, die aber durch Corona ins Stocken geriet, führe ich nun endlich weiter. Heute mit dem Thema:

Wieviele Mahlzeiten braucht mein Körper?

Wir alle sind mit der Selbstverständlichkeit aufgewachsen, dass wir frühstücken, Mittag essen, ein Abendbrot zu uns nehmen. Zwischen diesen 3 Hauptmahlzeiten gibt es dann vielleicht noch ein 2. Frühstück und den Nachmittags-Kaffee mit oder ohne Gebäck. An diese Regelmäßigkeit erinnert uns zu gegebener Zeit auch mehr oder weniger lautstark unser Magen. Und sicher kennen etliche von euch das Problem, das man zittrig, schwach oder vielleicht auch gereizt oder unkonzentriert wird, wenn eine Mahlzeit fehlt. Aber kann das so richtig sein? Stell dir vor, ein Löwe hat ein paar Tage kein Jagdglück und fängt nun an zu zittern und liegt schwach und müde herum. Wie sollte er dann an die nächste Mahlzeit kommen? Es ist vielmehr so, dass die Löwen und alle anderen wilden Tiere unabhängig von der Nahrungsaufnahme leistungsfähig bleiben. Warum sind Viele von uns (nicht alle!) dann aber so abhängig von der regelmäßigen Nahrungsaufnahme? Die Ursache liegt in der nicht „artgerechten“ Ernährung, die unserem Stoffwechsel große Probleme bereiten kann. Dass Manche mit Nahrungsmangel besser klarkommen als Andere liegt an individuellen Unterschieden im Stoffwechsel, die zum Teil genetisch bedingt, also vererbt sind und zum Teil aber auch erworben.
Wenn wir zur Welt kommen, haben wir sofort ein große Anpassungsaufgabe zu bewältigen: während wir im Mutterleib rund um die Uhr regelmäßig versorgt wurden, gibt es plötzlich die benötigte Energie in Form von Nahrung, die unserem frisch in Betrieb genommenen Verdauungssystem zugeführt wird. Zwar (hoffentlich!) regelmäßig, aber eben doch mit zeitlichen Abständen. Schaut man sich die Proportionen eines Neugeborenen mit seinem im Verhältnis riesigen Kopf an und macht sich gleichzeitig klar, dass das Gehirn unser größter Energieverbraucher ist, muss man sich fragen, wie der Stoffwechsel eines Säuglings das eigentlich schaffen kann. Und als Erwachsener erleide ich fast einen Schwächeanfall, nur weil mein Mittag sich verspätet???
Das Geheimnis liegt in der Energieverwertung. Wie wir alle sehr gut wissen, speichert unser Körper Energievorräte als Fett. Wenn wir keine Nahrung zu uns nehmen, kann der Körper auf diese Vorräte zugreifen. Die meisten unserer Verbraucher im Körper tun das auch. Die Muskeln jedoch benötigen Glukose, die nur in kleinen Mengen im Körper gespeichert werden kann. Und unser Gehirn ist flexibel: es kann sowohl Glukose als auch Fett als Energiequelle nutzen. Fett kann jedoch erst vom Gehirn verarbeitet werden, nachdem es mit Hilfe eines Enzyms in sogenannte Ketonkörper umgewandelt wird. Diesen Prozess nennt man Ketolyse.
Der Säugling kann sein übergroßes Gehirn also ohne Weiteres über die Ketolyse mit Energie versorgen. Ohne diese Möglichkeit wäre er nicht überlebensfähig!
Als Erwachsener können wir ohne die Fähigkeit zur Ketolyse durchaus überleben, da unser Gehirn seinen Bedarf über die zugeführten Kohlenhydrate in der Nahrung decken kann. Bei unserer heutigen kohlenhydratlastigen Ernährung ist das ohne Weiteres möglich und tatsächlich auch „Standard“. Da durch die regelmäßige Kohlenhydratzufuhr permanent Glukose verfügbar ist, verlässt sich unser Körper darauf und geht diesen bequemen Weg. Fett muss erst in Ketonkörper umgewandelt werden, das macht mehr Arbeit. Also wird die Ketolyse unnötig, die Produktion des benötigten Enzyms wird eingestellt.

Was geschieht jedoch, wenn der Kohlenhydratstrom abreißt? Dann haben wir ein Problem! Die Enzymproduktion für die Ketolyse wird zwar wieder gestartet, aber es dauert Tage bis sie wieder auf 100% hochgefahren ist. Bis dahin kämpft unser Gehirn mit den Muskeln um die Glukose. Außerdem stellt der Körper in seiner Not Glukose aus körpereigenem Eiweiss her, das er aus unseren Muskeln herauslöst. Diese Energiemangelsituation kann sich in verschiedenen Symptomen äußern. Die unterversorgten Muskeln zittern und haben wenig Kraft. Der Energiemangel im Gehirn kann zu Kopfschmerzen, Konzentrationsschwäche, Müdigkeit, Schwindel, Sehstörungen führen. Er kann bei entsprechend veranlagten Menschen Migräne und epileptische Anfälle auslösen.

Doch all diese Probleme treten gar nicht bei allen Menschen auf! Das liegt daran, dass diese Menschen die Fähigkeit zur Ketolyse behalten haben. Die Ursachen dafür können unterschiedlich sein, sind wie gesagt auch genetisch bedingt. Wer sich jedoch in der Beschreibung wiederfindet, bei fehlenden Mahlzeiten also mit Zittern und/oder anderen Symptomen reagiert, kann das Problem mit einer Änderung der Lebens- und Ernährungsgewohnheiten ändern. Und auch jedem Migräniker möchte ich diese Änderung empfehlen!

Es gilt also, die Ketolysefähigkeit des Körpers wiederherzustellen. Das ist relativ einfach zu schaffen, indem man die Kohlenhydratzufuhr drosselt und somit den Körper dazu zwingt, die Produktion des Enzyms wieder aufzunehmen. Dafür gibt es 2 Möglichkeiten, die man am besten beide verwenden sollte:
Zum Einen den Kohlenhydratanteil in der Nahrung einschränken. Je stärker die Einschränkung, umso schneller führt die Maßnahme zum Erfolg.
Zum Anderen regelmäßiges Auslassen von Mahlzeiten – da ist alles möglich vom Weglassen einer Mahlzeit am Tag bis zum Fasten über Tage.

Ganz deutlich möchte ich an dieser Stelle aber auch darauf drängen, dass jemand mit gesundheitlichen Problemen diese Maßnahmen zuerst mit seinem Arzt / seiner Ärztin besprechen sollte. Das bedeutet nicht, dass kohlenhydratarme Ernährung oder das Weglassen von Mahlzeiten ungesund wäre – im Gegenteil! Es entspricht unserer Natur, eben nicht regelmäßig mit Kohlenhydraten versorgt zu werden. Aber jede starke Änderung unseres Verhaltens kann bei kranken Menschen eine Überlastung darstellen.

Und nun ein paar Empfehlungen, wie ihr die beiden Maßnahmen am besten praktisch umsetzen könnt.

1. Kohlenhydratzufuhr einschränken (Kohlenhydrate kürze ich nachfolgend mit KH ab)
Dafür muss man zunächst wissen, welche die KH-haltigsten Lebensmittel sind:
– Zucker in allen Varianten, also auch Dextrose, Laktose, Fruktose. Alles was die Endung -ose hat, also – so scherzte einmal eine Patientin – auch die Keksdose.
– Getreide, also Brot in jeder Variante und alle anderen Backwaren, sowie Nudeln und Reis
– stärkereiche Gemüse, Kartoffeln und süßes Obst

Nun könnte man „einfach“ diese Lebensmittel weglassen. Aber das ist natürlich eben nicht einfach, schließlich betrifft es mit Kartoffeln und Getreide unsere Hauptnahrungsmittel.
Jedoch geht es auch gar nicht um völligen Verzicht, denn es handelt sich ja nicht um ungesunde Lebensmittel. Es gilt nur, die Menge zu reduzieren. Wer jedoch morgens, mittags und abends Brot auf dem Teller hat, wird die KH-Abhängigkeit nie verlieren. Versucht Alternativen zum Brotkonsum zu finden. So kann man sich abends schnell eine Gemüsepfanne oder eine Eierspeise zubereiten. Mittags versucht die KH-reichen Sättigungsbeilagen zu reduzieren. Und zum Frühstück schmeckt auch mal ein Quark mit Früchten sehr lecker.
Oder probiert einmal KH-arme Brotrezepte aus, wie z.B. das LOGI-Brot (das Rezept findet ihr hier). Im Internet und im Buchhandel gibt es übrigens eine Fülle an Informationen zu KH-armer oder ketogener Ernährung (ketogene Ernährung ist die stark KH-arme Ernährung mit dem erklärten Ziel, die Ketolysefähigkeit des Körpers zu erhalten).

2. Auslassen von Mahlzeiten
Fasten in jedem Rhythmus ist ein gesundes und zuverlässiges Mittel, um unseren Körper aus der KH-Routine heraus zu holen. Ob man nun an einem Tag in der Woche gar nichts isst oder regelmäßig eine Woche lang fastet, hängt von den persönlichen Möglichkeiten und Neigungen ab. Das Ergebnis in Bezug auf die Ketolysefähigkeit ist das gleiche: durch den Entzug von Nahrung wird der Körper gezwungen, auf die Fettreserven zuzugreifen. Je häufiger das passiert, umso mehr wird der Körper die Produktion des für die Ketolyse erforderlichen Enzyms hochhalten.

Die eingeschränkte Ketolysefähigkeit unseres Körpers hat übrigens sehr viel mit Übergewicht zu tun!
Mehr darüber erfahrt ihr im nächsten Newsletter.

Bis demnächst im Studio – Namasté!
Eure Renate

Posted on September 17, 2020 by in Newsletter / No comments

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